Auf ein Wort, Christian Wenzel Teil 1 | 05.08.08

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Die Mission: den ultimativen Spaß am Drummen erhöhen! Das macht Christian Wenzel, seit 2005 Chefredakteur der Fachzeitschrift DrumHeads, mit seinem Blatt hervorragend. Portraits der Schlagwerker, das Equipment der Trommel-Gurus, Workshops zum Erlernen und Mitmachen - alle zwei Monate ein Heft voller Inspiration, professionellen Tipps, Songs und Klangbeispielen. Zur aktuellen Ausgabe (5/2008), die am 4. August erschienen ist, und kurz vor seinem wohlverdienten Sommerurlaub: das Interview mit Christian Wenzel Teil 1.

 

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Hallo Christian, du bist seit dem 22.04. an Bord der c-tube Jury.
 Kleine Zwischenbilanz...

 

Christian Wenzel: Begeisternd, wie viele Musiker Videoclips anfertigen und auf welch hohem Niveau Eigenregie erfolgen kann. Allerdings: So erstaunlich ist das gar nicht, denn Videoclips selbst zu produzieren ist gar nicht mehr so kostspielig. Viele sehr gute Videos auf c-tube sind in Kooperation mit einer Univerität oder Fachhochschule entstanden. Das ist eine clevere Lösung für Musiker, die sich ihr Promo-Video erstellen wollen. Es sind auf jeden Fall genug Künstler bei c-tube vertreten, denen ich eine höhere Aufmerksamkeit gönne.

 

Als Chef eines Fachmagazins für Schlagzeuger und Percussionisten:
 hat man beim voten eine besondere Brille auf, 
oder erschließt sich einem erstmal der Song und dann eventuell auch eine Besonderheit
beim Schlagwerk?

 

Christian Wenzel: Zuerst ist der Song wichtig. Fällt das Schlagzeug dabei nicht auf, hat der Drummer zunächst mal alles richtig gemacht. Hin und wieder gebe ich in meinen Kommentaren Tipps für den Drummer. Das sind aber meist Details, die keinen Einfluss auf die Punktzahl haben.

 

Wie wird man eigentlich zu einem Fachjournalisten,
 d.h. wie kommst du zur Chefredaktion der DrumHeads?

 

Christian Wenzel: Zwei Dinge haben diese insgesamt lange Geschichte maßgeblich bestimmt. Zum einen meine Leidenschaft zum Schlagzeug. Zum anderen meine frühere Tätigkeit als Redakteur bei der Fachzeitschrift "SOUNDCHECK". Dort habe ich erkannt, dass es kein Magazin für Drummer gibt, dass das Musikmachen in den Mittelpunkt rückt. Ich habe dann gemeinsam mit dem Verleger und vielen wichtigen Tipps meiner Kollegen DrumHeads konzipiert.

Wie wird man ein guter Schlagzeuger und woran erkennt man einen solchen?

 

Christian Wenzel: Indem man viel Musik aus möglichst vielen Stilen hört und dabei auf das Schlagzeug achtet. Guter Unterrichtet beschleunigt die Entwicklung. Tja, und dann muss man eben auch viel üben. Das Zusammenspiel mit Band beziehungsweise anderen, im Idealfall besseren Musikern ist die wichtigste Schule.
Einen guten Drummer erkennt man daran, dass er sich nicht in den Vordergrund spielt und dennoch die Band führt. Wenn die Leute nicht mehr aufhören wollen zu tanzen, macht er alles richtig. Im besten Fall schafft es Drummer sogar, Rhythmen zu kreieren, an denen man die Songs wiedererkennt. Tico Torres von Bon Jovi ist ein gutes Beispiel dafür.

 

Wie kann euer Magazin einen Schlagzeuger weiterbringen?

 

Christian Wenzel: Fast jeder bekannte Drummer hat damit angefangen, dass er zu seinen Lieblingsplatten mitgetrommelt hat. Oft auf Keksdosen oder Pappkartons. Diese Idee greift DrumHeads auf: Jede Ausgabe kommt mit CD, auf der vier bekannte Songs zum Mittrommeln enthalten sind. Das macht Spaß und man lernt nebenbei neue Rhythmen kennen, Präzision beim Timing, Spiel zum Clicktrack, Einprägen von Songabläufen usw. Zudem gibt es noch kleine Unterrichtsstunden, die so genannten Workshops. Alles ist in Notenschrift festgehalten. Auch die Mitspielsongs sind Schlag für Schlag ausnotiert. Schlagzeuger, die keine Noten lesen können, haben die Möglichkeit, sich die Übungen auf der DrumHeads-CD anzuhören.

 

In Kürze folgt Teil 2. Christian erzählt euch dann u.a. was er von den c-tube Final Gewinnern The Baby Universal hält...

 


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